Wie du das Glück in die eigene Hand nimmst: Die 6 Grundbedürfnisse

Ein altes Sprichwort besagt „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!“. Genauso wie ein Schmied Werkzeuge braucht, um seine Schmuckstücke herzustellen, braucht auch der Mensch seinen Schlüssel, um das Tor zum Glück öffnen zu können – wahr oder wahr?

Im nachfolgenden Fachbeitrag lege ich dir den Schlüssel des Wissens um die 6 menschlichen Grundbedürfnisse in deine Hände. Erfahre wie deren Wahrnehmung und Befriedigung darüber entscheiden, ob du glücklich bist oder nicht.

Vorab: Menschliche Bedürfnisse ergeben sich aus dem Umstand, dass jeder Mensch bestrebt ist, Schmerz zu vermeiden und Freude zu erleben.

Jeder Mensch hat 6 Grundbedürfnisse, wobei es 2 Hauptgrundbedürfnisse und 4 nachrangige Bedürfnisse gibt. Der einzige Unterschied ist, dass die Priorisierung dieser Grundbedürfnisse von Person zu Person unterschiedlich ist.

 


1. Bedürfnis nach Sicherheit

Das erste Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Durch welche Umstände im Außen dieses Bedürfnis befriedigt wird, variiert von Mensch zu Mensch. Für die eine Person bedeutet Sicherheit, ein geregeltes Einkommen durch ein Angestelltenverhältnis zu haben. Für eine andere Person kann ein Partner an ihrer oder seiner Seite dieses Bedürfnis befriedigen.

Doch wie kann Sicherheit dazu beitragen, ob wir glücklich sind oder nicht?

Es ist nicht die Sicherheit an sich, sondern die Art und Weise wie wir uns diese beschaffen. Entscheidend ist nämlich, ob das Bedürfnis auf eine dienliche Art befriedigt wird oder nicht. Abstrakt formuliert ist die Art der Befriedigung solange dienlich, wie der Schmerz das zu verändern grösser ist, als der Schmerz den Preis zu bezahlen. Der Preis für Sicherheit ist regelmäßig die Freiheit.

Betrachten wir dazu das Beispiel von Jeff, der das Bedürfnis nach Sicherheit über ein Angestelltenverhältnis befriedigt.

Jeff bezahlt hierfür den Preis seiner persönlichen Freiheit. Er dürfte eingeschränkt sein in seiner Kreativität und in seinem Tun, weil sein Arbeitgeber mehrheitlich vorschreibt, was er im Sinne des Unternehmens zu tun und zu unterlassen hat. Hinzu kommt, dass der Arbeitgeber über die Lebenszeit von Jeff entscheidet. Will er Urlaub machen, einen Tag frei nehmen oder mal später zur Arbeit erscheinen – Jeff muss immer nach Erlaubnis fragen. Das Bedürfnis nach Sicherheit auf diese Art und Weise zu befriedigen, ist solange dienlich für Jeff, wie der Schmerz mit der Freiheit zu bezahlen geringer ist, als der Schmerz das zu verändern. Solange also der Schmerz der Veränderung überwiegt, ist das für Jeff in Ordnung.

Ab dem Zeitpunkt, wo das Bedürfnis nach Freiheit wächst und er gar den Wunsch nach dem eigenen Herzensbusiness in sich trägt, mutiert das Angestelltendasein zu einem destruktiven Element in Jeff’s Leben. Die Art und Weise das Bedürfnis für sich zu befriedigen, ist nicht länger dienlich und Jeff wird unglücklich.

 


2. Bedürfnis nach Unsicherheit/Abwechslung

Das zweite menschliche Grundbedürfnis ist die Unsicherheit oder Abwechslung. Es liegt in der Natur des Menschen, nach dem befriedigten Bedürfnis nach Sicherheit, ein Wunsch nach Abwechslung zu haben.

Auch hier gibt es konstruktive wie destruktive Möglichkeiten, sich dieses Bedürfnis zu befriedigen. Und genau dies entscheidet wiederum darüber, ob du glücklich bist oder nicht.

Beispiele für dienliche Art und Weisen wären die Abwechslung durch Hobbies, Reisen oder Adrenalin-Kicks.

Eine maximal undienliche Weise dieses Bedürfnis zu befriedigen wäre den Partner zu betrügen – natürlich sofern dieser mit einer solchen Art von Beziehungsführung nicht einverstanden ist. Befriedigt ein Mensch sein Bedürfnis nach Unsicherheit bewusst oder unbewusst mit Seitensprüngen, dürfte dies die Beziehung aufs Spiel setzen. Einer Person, der die Beziehung am Herzen liegt, sollte zusehen, schleunigst dieses Bedürfnis nach Abwechslung auf eine andere Art und Weise zu befriedigen. Wenn nämlich jedes Mal die Beziehung beendet ist, wenn ein Seitensprung ans Tageslicht kommt, ist es wohl selbsterklärend wie unglücklich diese Person ist.

 


3. Bedürfnis nach Bedeutung

Das dritte menschliche Grundbedürfnis ist das Bedürfnis nach Bedeutung oder Aufmerksamkeit. Ganz ehrlich, wir alle lieben es doch eigentlich, ein Kompliment zu bekommen oder wertgeschätzt zu werden. Wer ist nicht gebauchpinselt, ein Dankeschön zu bekommen oder zu hören „das ist hervorragend, wie du das gemeistert hast“.

Auch hier gilt wieder die Devise: die Art und Weise wie wir das Bedürfnis befriedigen, entscheidet darüber, ob wir glücklich sind oder nicht. Befindet sich eine Person im Mangel, holt sie sich die Bedeutung meistens unbewusst auf eine undienliche Weise ab.

Ein Beispiel dazu wäre Sonja, die immer Recht haben muss oder Robert, der immer im Mittelpunkt stehen muss. Es ist eine Frage der Zeit, bis die beiden unangenehm auffallen und bei den Mitmenschen unbeliebt werden. Die Bedeutung, welche die beiden zu erlangen versuchen, wird alles andere als befriedigt und die beiden werden immer unglücklicher. Abgesehen davon, dass die beiden an ihrem Selbstwert arbeiten dürfen, ist die Frage zu stellen, wie das Bedürfnis nach Bedeutung auf eine dienliche Art und Weise befriedigt werden kann. Eine Möglichkeit bestünde darin, sich beispielsweise Bedeutung zu verschaffen, indem sie einen Beitrag leisten. Bedeutend werden kann man auch durch entsprechende Positionierung in der Familie oder beim Partner. Wichtig: Handle niemals mit der Bedingung Aufmerksamkeit zu bekommen!

Leiste beispielsweise einen Beitrag im Bewusstsein, dass du damit das Feld für wirklich ehrliche Bedeutung/Aufmerksamkeit öffnest. Sei als dann offen und bereit zu empfangen.

 


4. Bedürfnis nach Liebe 

Das vierte Grundbedürfnis ist die Liebe. Manche sprechen an dieser Stelle auch von Verbundenheit oder Zugehörigkeit.

Befriedigt wird das Bedürfnis der Liebe zum Beispiel über eine Partnerschaft. Ein anderes praktisches Beispiel ist der Fußballfan, der sich zugehörig fühlt, weil er sich mit der Fußballmannschaft bzw. dem Verein identifiziert und ein Teil der Fangemeinde ist. Dadurch, dass du nun ein Bewusstsein über die Existenz dieses Bedürfnisses hast, kannst du es steuern. Du kannst fortan beurteilen, ob du dieses Bedürfnis auf eine dienliche Art und Weise befriedigst. Wenn die Antwort darauf nein lautet, dann kannst du dir die Frage stellen, was eine konstruktive Alternative wäre. Denn das ist, wie du bereits weißt, ausschlaggebend dafür, ob du glücklich bist oder nicht.

Liebe-Luftballon

 


5. Bedürfnis nach Wachstum

Das fünfte menschliche Grundbedürfnis ist das Bedürfnis nach Wachstum.

Die Natur macht es uns eindrücklich vor: Alles was nicht wächst, das stirbt. Das bedeutet, alles was wir erhalten wollen, muss permanent weiterentwickelt werden. Dazu gehören unsere Beziehungen, unsere Gesundheit/Körper, unsere Finanzen, unseren Erfolg und so weiter.

Du darfst Dich immer wieder neu erfinden, indem du dir die Frage stellst: „Was muss ich tun, um in den Bereich … frischen Wind reinzubringen?“ oder „Wie muss ich mich ausrichten/verändern, damit der Lebensbereich … ein neues Level erlangt?“.

Im Bereich der Beziehung/Partnerschaft könntest du dir die Frage stellen, wie du die Liebe zwischen dir und deinem Partner neu entfachen kannst. Im Bereich der Gesundheit könntest du prüfen, ob dein Körper wirklich optimal versorgt ist. Befasse dich mit Ernährung und Fitness und lege alsdann konkrete Handlungen fest, die diesen Lebensbereich zu optimieren vermögen. In Bezug auf Erfolg sind Seminare und Workshops mögliche Sprungbretter, um auf ein nächstes Level zu kommen. Eigne dir neues Wissen an; das Wachstumselexier schlechthin für Dein Hirn.

 


6. Bedürfnis nach Beitrag

Das sechste und damit letzte Grundbedürfnis ist das Bedürfnis, einen Beitrag zu leisten. Dabei geht es um einen Beitrag, der über unsere eigenen Bedürfnisse hinausgeht.

Auch hier gilt – jeder Mensch befriedigt dieses Bedürfnis auf seine individuelle Art und Weise. Was dieses Grundbedürfnis allerdings von den anderen abhebt, ist, dass es sich positiv auf alle anderen fünf Bedürfnisse auswirkt. Ziehen wir als Beispiel den Coach hinzu. Ein Coach ist jemand, der andere dazu befähigt, ihr oder sein Potential zu entfalten.

Er verhilft den Menschen zu einem selbstbestimmteren Leben. Kurzum – ein Coach leistet einen Beitrag.

Leidenschaft-Natur

 

Nun wie wirkt sich dies konkret auf die anderen Grundbedürfnisse aus?

1. Die Gewissheit, einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben, spendet dem Coach eine Art von Sicherheit.

2. Der Coach befindet sich permanent im Austausch mit anderen Menschen/Kunden. Deren Anliegen variieren und so ist dem Coach Abwechslung bzw. Unsicherheit garantiert.

3. Es liegt in der Natur des Coachings, durch den vertrauensvollen Umgang ein Gefühl der Verbundenheit zu entwickeln. Das Bedürfnis nach Liebe und Zugehörigkeit wird sozusagen automatisch befriedigt.

4. Bedeutung und Aufmerksamkeit wird dem Coach anheim, weil mit der Art des Beitragsleistens automatisch das Gefühl einhergeht, wichtig/bedeutend zu sein. Hinzu kommt, dass die Kunden wertschätzende Feedbacks an den Coach adressieren.

5. Das Bedürfnis nach Wachstum ist befriedigt, indem die Kunden jedes Mal ganz neue Themen und Herausforderungen mitbringen, die es zu lösen gilt. Das Beispiel eines Coaches zeigt wunderbar auf, wie sich das sechste auf alle anderen fünf Grundbedürfnisse auswirkt bzw. diese mit abdeckt. Stell du dir also die Frage, auf welche Art und Weise du dieses Bedürfnis am besten befriedigen kannst.

 


Tipp

Achte immer wieder darauf, dass du all deine Bedürfnisse auf eine für dich dienliche und konstruktive Art und Weise befriedigst. Damit löst du nämlich ein Oneway-Ticket in Richtung Glücklich sein. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren und beim Reflektieren, wie du deine sechs Grundbedürfnisse befriedigst und wie du sie vielleicht verändern und optimieren kannst, zumindest die Art und Weise wie du sie befriedigst 😉

Ich bedanke mich für deine Aufmerksamkeit. Schön, dass du da bist.

Deine Sandy

Ich freue mich immer über Post, Kommentare und Anregungen.

 


SANDY SIMON Bewusstseinstrainerin, Dipl. Mathematikerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Meditationen und Prozesse für ein Leben in Liebe, Gesundheit und Fülle. Begründerin der Lebensformel, sowie der ACHT Transformationstechniken, 10 Jahre Erfahrung, über 5.000 Menschen in ein Leben voller Liebe, Gesundheit und Fülle begleitet, Familienmensch