Der Jojo-Effekt in der Persönlichkeitsentwicklung – kurzlebig und nutzlos 

Kennst du das? Du liest ein Buch, besuchst einen Workshop, schaust dir Videos an und bist hoch motiviert. Du nimmst dir dieses Mal so richtig vor…

… dein Leben grundlegend zu verändern

… eine schon längst überfällige Entscheidung zu treffen

… es einfach mal durchzuziehen

Die ersten paar Tage hältst du deinen Energiepegel hoch. Du bist im Macher-Modus. Doch im Laufe der Zeit holt dich der Alltag gnadenlos ein. Die Euphorie und der Tatendrang weichen einer bitteren Enttäuschung. Das Gefühl versagt zu haben! Mit ganz viel Energie versuchst du diesen anfänglichen Enthusiasmus künstlich hoch zu halten – bis schließlich der Status quo wieder erreicht ist. Herzlich willkommen im Kreise des Jojo-Effekts in der Persönlichkeitsentwicklung.

„Du wirst dein Leben erst ändern, wenn du etwas änderst, das du täglich tust. Das Geheimnis deines Erfolgs verbirgt sich in deiner täglichen Routine.“

John C. Maxwell

Eine nachhaltige Veränderung geschieht immer in dem Masse, als es dir gelingt, die undienlichen Gewohnheiten zu verändern. In diesem Artikel erfährst du, was eigentlich eine Gewohnheit ist und wie diese entsteht. Du bekommst eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand, wie du undienliche Gewohnheiten loswirst und endlich mit Vollgas das Leben erschaffen kannst, von dem du schon immer geträumt hast.

„Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreissen.“

Thomas Mann


Die Gewohnheit umschreibt etwas, was ich immer wieder tue

Wie in einer automatischen Schleife und ohne darüber nachdenken zu müssen. Die Gewohnheit läuft immer nach dem gleichen Muster ab: Auslösereiz in der Außenwelt -> Handlung -> Belohnung

Am Beispiel des Zähneputzens lässt sich das wie folgt darstellen:

Nach dem Essen haben wir einen Belag auf den Zähnen oder vielleicht auch einen unangenehmen Geschmack im Mund (= Auslösereiz). Dies führt dazu, dass wir ins Badezimmer gehen, mit der einen Hand zur Zahnbürste und mit der anderen Hand zur Zahnpasta greifen und uns die Zähne putzen (= Handlung). Die Resultat ist ein frischer Atem und glatte Zähne (= Belohnung). Haben wir dies genügend oft wiederholt, so entwickelt sich dies zu einer automatischen Schleife. Auf körperlicher Ebene führt die stete Wiederholung dazu, dass sich immer wieder die gleichen Nervenzellen zusammen verbinden, um dem Körper die Impulse zu liefern, die es für die entsprechende Handlung braucht. Es bilden sich neuronale Netze. Mit anderen Worten sind Gewohnheiten in die Strukturen unseres Gehirns eingeschrieben. Und das mit gutem Grund. Unser Gehirn hat nämlich eine beschränkte Entscheidungsfähigkeit. Indem es Handlungen, die genügend oft wiederholt wurden, als Automatismus abspeichert, wird das Gehirn entlastet und spart Energie. Es hört auf, sich mit voller Kraft an der Entscheidungsfindung zu beteiligen was zu tun oder zu unterlassen ist. Sobald im Außen der Reiz auftritt, wird die Gewohnheit abgespult. Eine ziemlich brilliante Idee der Natur. Denn diesem Speicher haben wir es zu verdanken, dass wir nicht jeden Morgen aufs Neue entscheiden müssen, ob wir nun zuerst den linken oder rechten Schuh anziehen. Diesem Vorgang haben wir es auch zu verdanken, selbst nach dem Urlaub einfach ins Auto sitzen und losfahren zu können – sonst müssten wir womöglich nach dem Urlaub das Autofahren neu lernen…

 


Unsere Gewohnheiten finden sich in unserem Langzeitspeicher – dem Unterbewusstsein

Während hier diese automatischen Programme laufen, kann der Mensch über das Bewusstsein den Fokus auf andere Dinge ausrichten. Während du beispielsweise am Autofahren bist, bedienst du das Radio, planst gerade den Tag in Gedanken durch oder telefonierst. Du brauchst keine Sekunde zu überlegen, wie du das Auto bedienst – verglichen mit der ersten Fahrlektion

So vorteilhaft dieser Mechanismus auch erscheint, so groß ist auch die Herausforderung, die damit verknüpft ist. Denn unser Gehirn unterscheidet niemals zwischen dienlichen und undienlichen Gewohnheiten. Sobald der Auslösereiz im Außen auftaucht, lässt das Gehirn das volle Programm laufen. Die Nachhaltigkeit einer Veränderung ist so groß, wie es dir gelingt, die alte Gewohnheit durch die neue Gewohnheit auszuwechseln.


Werde dir den alten Gewohnheiten bewusst. Mach eine Liste von Gewohnheiten, die du verändern willst.

Suche aus der Liste eine Gewohnheit aus, die du JETZT verändern willst. Beim Transformationsprozess braucht es deinen 100%igen Fokus.

Entlarve für diese Gewohnheit den Auslösereiz im Außen. Unter welchen Umständen kommst du in diese „Gewohnheitshandlung“? In welchen Situationen?

Frage dich, worin die Belohnung für diese Handlung besteht.

Tipp: Meistens ist es ein Gefühl (Entspannung, Genugtuung, Freude etc.).

Mach eine Liste mit Handlungsalternativen, die die gleiche Belohnung zur Folge haben. Du kannst niemals die Handlung der alten Gewohnheit einfach weglassen. Die alte Handlung muss durch eine neue Handlung ersetzt werden.

Beispiel: Anstelle von Kaffee trinkst du einen Tee. Anstelle von rauchen gehst du 5 Minuten spazieren. Anstelle von Süßigkeiten isst Du eine Frucht.

Nachdem du die Handlungsalternative gefunden hast, geht es darum, diese neue Gewohnheit dauerhaft zu etablieren. Das geschieht durch unerschütterliches Wiederholen. Durch die Wiederholung werden neue neuronale Verbindungen geschaffen. Die neue Gewohnheit wird mit anderen Worten in die Gehirnstrukturen geschrieben.

Ich wünsche dir ganz viel Spass bei der Veränderung deiner Gewohnheiten.


Ich bedanke mich für deine Aufmerksamkeit. Schön, dass du da bist.

Deine Sandy

Ich freue mich immer über Post, Kommentare und Anregungen.


SANDY SIMON Bewusstseinstrainerin, Dipl. Mathematikerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Meditationen und Prozesse für ein Leben in Liebe, Gesundheit und Fülle. Begründerin der Lebensformel, sowie der ACHT Transformationstechniken, 10 Jahre Erfahrung, über 5.000 Menschen in ein Leben voller Liebe, Gesundheit und Fülle begleitet, Familienmensch