Herzlich Willkommen zu meinem Blogbeitrag zum Thema der Bewertungsfalle. Ich freue mich riesig, dass Du hier bist.

Gibt es Momente, in denen du überlegst, warum andere Menschen so fröhlich sein können während du ständig etwas dafür tun musst, um dich gut zu fühlen?

Gibt es Momente, in denen deine innere Stimme erklingt und eher demotiviert und klein macht anstatt zu bestärken und ermutigen?

Du wünschst dir, das Leben mit all deinen Sinnen genießen zu können und tief in dir diese Gewissheit zu spüren vollkommen glücklich zu sein?

Dann widme ich die nachfolgenden Zeilen dir.

In unserem letzten Beitrag haben wir besprochen wie du beim Universum deine Wünsche wie z.B. ein vollkommen erfülltes und glückliches Leben richtig bestellst und welche 3 Dinge du unbedingt vermeiden solltest. Du erinnerst dich bestimmt – das Universum erhört nicht deinen Willen, sondern die Schwingung, die von deinem Herzen ausgeht.

Doch was führt denn eigentlich dazu, ob ein Herz leicht beschwingt Impulse der Glückseligkeit oder eher die dunkle Schwere von Schmerz an das Universum aussendet?

Es ist die Art und Weise wie wir bisher in unserem Leben gedacht, gefühlt, gehandelt und unterlassen haben. Es ist die Art und Weise wie wir die Dinge in unserem Leben betrachtet und bewertet haben.

Seit über einem Jahrzehnt studiere ich die Psyche des Menschen. In meiner täglichen Arbeit als Coach und Bewusstseinstrainerin beobachte ich das Verhalten, die Denk- und Sprechweise von Menschen sehr genau.

Und eines wurde dabei immer deutlicher:

Unglückliche Menschen sitzen in der eigens erbauten Bewertungsfalle fest.

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Glückliche Menschen haben sich daraus erfolgreich befreit.

Höchste Zeit also, um Klarheit in dieses Thema zu bringen.

Viel Freude beim Lesen. Du hast es verdient glücklich zu sein.


Es gibt keine objektive Wahrheit. Es gibt nur Deine Wahrheit.

Was glaubst du, was ist den nachfolgenden Aufzählungen gemeinsam?

  • Diese Suppe ist versalzen
  • Du singst wunderschön
  • Das Wetter ist ekelhaft
  • Diese Blume riecht wundervoll
  • Diese Person verhält sich richtig
  • Diese Art zu sprechen, ist unverschämt
  • Diese Hose passt überhaupt nicht zu Dir
  • Der aktuelle Modetrend ist toll
  • Mein Freund ist nie da, wenn ich ihn brauche
  • Du bist unauthentisch
  • Du bist toll

Du ahnst es bestimmt – jede Aussage beinhaltet eine Bewertung.

Ob ein Gesang wunderschön oder ohrenbetäubend ist, ob eine Person sich authentisch verhält oder sich mit Lippenstift alles andere als authentisch wirkt, das sind alles individuelle Wahrheiten und entspringen der subjektiven Empfindung der jeweiligen Person. Es ist eine Bewertung. Es gibt nicht die eine Wahrheit. Es existiert nur deine ganz persönliche Wahrheit.

„Du nimmst die Welt nicht so wahr wie sie ist, sondern so wie du bist.“

Mooji

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Jede Person betrachtet die Welt durch ihre eigene Brille. Die Art und Weise wie du die Geschehnisse um dich herum wahrnimmst, hat niemals etwas mit dem Außen zu tun. Es hat stets etwas mit Dir und der Art und Weise wie du die Dinge betrachtest zu tun.

Beispiel:

Zwei Freunde sitzen in einer Bar und unterhalten sich. Auf einmal läuft eine Frau mit roten Schuhen an ihnen vorbei. Der eine schenkt der Frau ein breites Lächeln und meint „welch eine bezaubernde junge Frau“ während der andere das Gesicht verzieht und entgegnete „wie kannst du nur? Diese furchtbaren Schuhe lösen in mir einen Brechreiz aus!“. Wie kommt das?

Beide Personen sehen ein und dasselbe Bild und die Reaktionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Lass uns einen Blick in die Köpfe dieser zwei Personen werfen.

Die Person, die mit einem breiten Lächeln sichtlich entzückt war, erinnerte sich beim Anblick der roten Schuhe sofort an die Liebe seines Lebens, mit der er aufregende Zeiten erlebte.

Die Person mit den entglittenen Gesichtszügen wurde durch den Anblick an die Ex Frau erinnert, die ihn betrogen hatte. Der ganze Trennungsschmerz war sofort wieder fühlbar.

Was sagt uns dieses Beispiel?

In beiden Fällen war eine Frau mit roten Schuhen zu sehen. Diese Frau ist den  beiden Männern noch niemals zuvor begegnet.

Beide Männer haben dieses Bild „Frau und rote Schuhe“ durch ihre eigene Brille wahrgenommen und bewertet. Der eine Mann bewertete den Anblick mit „bezaubernd“ und schwelgte ihn einem wohlig warmen Gefühl während sein Freund dieser Frau das Etikett „Betrügerin“ verpasste und den Tränen nahe war.

Weder die eine noch die andere Bewertung hatte im Geringsten etwas mit dieser Frau zu tun. Sowohl die Bewertungen als auch die Gefühle stehen in direktem Zusammenhang mit den Erfahrungen der jeweiligen Person. Welche Bedeutung einem Umstand im Außen beigemessen wird, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Person.


Was ist eine Bewertung?

Jeden Tag wirken unzählige Reize von Außen auf uns ein. Diese Reize nehmen wir durch einer der fünf Sinne (sehen, hören, riechen, schmecken, ertasten) wahr. In einem zweiten Schritt interpretieren wir diese Wahrnehmung und geben diesem Umstand eine Bewertung.

Beispiele

Wahrnehmung: Die Suppe schmeckt salzig

Bewertung: Die Suppe ist versalzen. Der Koch ist bestimmt verliebt.

Wahrnehmung: Oh, mein Bauch verkrampft sich gerade. Ich kann wahrnehmen, dass meine Hände gerade zittern.

Bewertung: Ich habe Angst. Ich schaffe das bestimmt wieder nicht.

Wahrnehmung: Interessant, ich wollte meinem Chef soeben meine Leistung präsentieren. Er lief zügig und mit gesenktem Blick im Flur vorbei.

Bewertung: Mein Chef sieht mich nie.

Wie entsteht eine Bewertung?

Alles im Außen ist für sich genommen vollkommen neutral. Es ist einfach. Es ist ein Reiz, der auf dich einwirkt.

Sobald der Reiz von einem oder mehreren deiner Sinne wahrgenommen wird, wird der Reiz in deinem Körper verarbeitet. Sehr vereinfacht dargestellt, gelangt dieser Reiz durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung in deine Innenwelt. Dein Körper vergleicht nun, ob diese Information in der Vergangenheit bereits einmal auf irgendeine Art und Weise verarbeitet wurde. Falls ja, so löst er exakt den bereits bekannten chemischen Vorgang aus. Dieser chemische Vorgang nennen wir Emotionen. Die Emotionen werden vom Gehirn verarbeitet und in Form von Gefühlen für uns erfahrbar gemacht.

Im Beispiel mit den roten Schuhen nahmen die beiden Männer diese Information übers Sehen wahr. In beiden Fällen war der Reiz „rote Schuhe“ mit einer Erfahrung verknüpft. Der Körper löste die exakt gleiche chemische Reaktion aus wie damals. Die Erinnerung von früher und die damit verknüpften Gefühle waren sofort wieder präsent.

Eine völlig unbekannte Person mit roten Schuhen wird auf einmal zu einer bezaubernden Dame oder zu einer Betrügerin.

Spannend, oder?


Die Bewertungsfalle

Die Wurzel einer Bewertung liegt also in unserer Vergangenheit.

Alle was wir bislang in unserem Leben erlebt haben… Alles was uns in irgendeiner Form geprägt hat, ist tief in unserer Innenwelt abgespeichert… Wir nehmen die Situationen durch die Brille unserer Erfahrungen wahr und verleihen ihnen eine entsprechende Bewertung. Wir erschaffen uns dadurch unsere eigene Scheinwelt und projizieren unbewusst immer wieder unsere Vergangenheit auf die Umstände im Außen.

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Wurdest Du als Kind nie gesehen oder vielleicht sogar von Deinem autoritären Vater unterdrückt? So wirst du künftig in „Männer mit einer kräftigen Stimme“ deinen Vater reinprojizieren. Die Momente als du dich als Kind klein gefühlt hast, werden dir in Erinnerung gerufen, du wirst dich klein fühlen und dem Mann mit der kräftigen Stimme das Etikett „autoritär“ verpassen und ihm im Stillen vielleicht sogar vorwerfen, er würde dich unterdrücken. Das kleine Mädchen, das mittlerweile in einem erwachsenen Körper steckt, befindet sich unbewusst in einer Opferrolle. Die Innenwelt wird alles dafür tun, autoritäre Männer zu finden, die in diesem Lebensfilm die Rolle des Täters einnehmen.

Das Schauspiel wird sich ständig wiederholen und die Bewertung „Männer mit starker Stimme sind autoritär und unterdrücken mich“ wird zu einer tiefen Überzeugung. Diese Person sieht sich mit dieser Überzeugung immer wieder bestätigt, weil sich ja das Schauspiel im Außen ständig wiederholt. Die Bewertungsfalle ist perfekt. Die Keule der selbsterfüllenden Prophezeiung schlägt zu.


So befreist du dich aus der Bewertungsfalle

1. Werde zu deinem eigenen Beobachter und werde dir bewusst, in welchen selbst erbauten Bewertungsfallen du feststeckst

Stell dir vor, wie du dir jeden Morgen eine Neutralitätsbrille aufsetzt und mit dem Mantra „Nichts was ich heute sehe oder höre hat eine Bedeutung“ durch den Tag gehst. Beobachte dich sehr genau. Welche Situation bewertest du wie? Welche emotionalen Reaktionen zeigst du?

Tipp: Besorge dir ein Journal und notiere jeden Abend Deine Erkenntnisse.Eine-Frau-sitzt-am-Tisch-und-schreibt-mit-einem-Kulli-auf-einem-Block

 

2. Trainiere dich in der Achtsamkeit

Die Beobachtung deiner Bewertungen und Gefühle erfordert Training in der achtsamen Wahrnehmung. Bewährte Mittel um sich in der Achtsamkeit zu trainieren sind Atemübungen oder auch Meditationen.

3. Untersuche deine Bewertungen auf Gemeinsamkeiten hin

Welche Situationen und welche Bewertungsstrukturen wiederholen sich in deinem Leben? Wenn dein Lebensfilm einen Titel tragen würde, welcher wäre das?

InspirationsboxInspirationsbox:
Das kleine Mädchen, das von Männern abgelehnt wird.
Das Drama des kleinen Mädchens, das sich für andere Menschen aufopfert.
Die Geschichte eines Mädchens, das sich durch gute Leistungen Anerkennung sucht.

Welcher Titel trägt dein Lebensfilm? Hinterlasse mir dazu einen Kommentar. Ich freue mich schon sehr darauf von dir zu lesen.


4. Durchbrich die Endlosschleife deiner Vergangenheit

Dieses wiederkehrende Muster wird sich solange wiederholen bis Du diese Endlosschleife Deiner Vergangenheit ein für alle Mal durchbrichst.

Ich wurde in letzter Zeit sehr oft gefragt „Sandy, wie durchbreche ich diese Endlosschleife wirksam und nachhaltig?“.

Die Antwort ist so simpel wie schwierig zugleich, nämlich: Heile dein Herz.

Ich bedanke mich für deine Aufmerksamkeit. Schön, dass du da bist.

Deine Sandy

Ich freue mich immer über Post, Kommentare und Anregungen.


SANDY SIMON Bewusstseinstrainerin, Dipl. Mathematikerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie,

Meditationen und Prozesse für ein Leben in Liebe, Gesundheit und Fülle. Begründerin der Lebensformel, sowie der ACHT Transformationstechniken, 10 Jahre Erfahrung, über 5.000 Menschen in ein Leben voller Liebe, Gesundheit und Fülle begleitet, Familienmensch